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History & Culture
History & Culture

In Lampang im Norden und in Krabi im Süden fand man behauene Steinwerkzeuge und weitere Spuren steinzeitlicher Kulturen, deren früheste auf 300.000 v. Chr. datiert wurden. Aus der Periode von ca. 10.000 - 2000 v. Chr. stammen Werkzeuge, die in Höhlen bei Mae Hong Son und Kanchanaburi ausgegraben wurden. Außerdem fand man auch Samen von Betelnüssen, schwarzem Pfeffer, Flaschenkürbis und Gurken, was auf in diesen Regionen angesiedelte Jäger- und Sammlerkulturen rückschließen läßt. Geräte wie ein poliertes Breitbeil, ein geschliffenes Messer und Töpferwaren aus der Zeit von ca. 6500 v. Chr. legen die Vermutung nahe, dass in dieser Epoche bereits Ackerbau betrieben wurde. Die Region von Ban Chiang in der Provinz Udon Thani im Nordosten Thailands wurde 3600-250 v. Chr. besiedelt. Ban Chiang wurde 1992 in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Bei Ausgrabungen konnten zahlreiche Gegenstände aus Bronze und Eisen geborgen werden. Die Bewohner dieser Region, Reisbauern und Viehzüchter, erwiesen sich auch als geschickte Töpfer. Sie schufen kunstvolle schwarze, später bemalte und rot-orangefarbene Keramiken.  Die Mon etablierten das erste buddhistische Königreich Dvaravati zwischen dem 7. und 11. Jahrhundert im Gebiet des heutigen Thailands. Zwischen dem 9. und 11. Jahrhundert entstand das Hinduistische Khmer Reich von Kanbuja, mit Ankor als Zentrum, welches das heutige Kambodscha und angrenzende Gebiete des heutigen Thailands umfaßte. Jedoch begann die Geschichte Siams (ab 1932 Thailand) mit den ersten unabhängigen Königreichen von Lan Na in Nordthailand und Sukhothai in Zentralthailand  im 13. Jahrhundert.  Ab dem 14. Jahrhundert bis zur Eroberung und Zerstörung durch die Burmesen im Jahre 1767 dominierte das Königreich von Ayutthaya die Geschicke Siams. Die neue Hauptstadt Thon Buri wurde auf dem Westufer des Chao-Phraya-Flusses im heutigen Bangkok angelegt. 1772 wurde die Hauptstadt über den Chao-Phraya-Fluss von König Rama I der regierenden Chakri-Dynastie in das heutige Zentrum Bangkoks verlegt und der berühmte Königspalast angelegt. Damit begann die Ratanakosin Periode. Durch die geschickte Diplomatie der Könige Mongkut (Rama IV, 1851-1868) und Chulalongkorn (Rama V, 1868-1910) blieb Siam ein unabhängiges, absolutistisches Königreich. 1932 wurde Siam zum konstitutionellen Königreich Thailand, mit einem Parlament, das aus dem Repräsentantenhaus und dem Senat besteht. Das Repräsentantenhaus bestimmt den Premierminister. Seit 1946 ist König Bumibol Adulyadej das Staatsoberhaupt.

Frühgeschichte

Frühgeschichte

Versteinerte Tiere und Pflanzen sind in vielen Gebieten Thailands besonders im Korat Plateau im nordöstlichen Thailand entdeckt worden. Die meisten gefundenen Tierfossilien sind von Dinosauriern, in erster Linie aus dem Jura-Zeitalter, einige vom späten Trias. Es sind die ältesten Funde von Dinosauriern in Südostasien.

Die im Sandstein eingeschlossenen Dinosaurier-Knochen im Phu Wiang Hügel in der Provinz Khon Kaen gehören zu einem Phuwiangosaurus Sirindhornae, einem riesigen pflanzenfressenden Dinosaurier, der einen langen Hals, einen langen Schwanz und einen kleinen Kopf hatte.

Vier andere Arten von Dinosauriern wurden bei den Ausgrabungen in Phu Wiang gefunden: der Siamotyrannus Isanensis, eine kleinere Version des Tyrannosaurus-Rex; der Siamosauraus Suteethorni, ein krokodilähnliches Wesen; der Compsognathus, der kleinste Dinosaurier der Welt und der Ornithomimosaurus, ein straußenähnlicher Dinosaurier.
In der nahe gelegenen Chaiyaphum Provinz wurden zwei andere neue Dinosaurierarten entdeckt: Psittacosaurus Sattayaraki, einem Papageien ähnelndem Dinosaurier und Isanosaurus Attavipachi, der dem Phuwiangosaurus ähnlich ist.

Homo-Erectus-Fossilien sind auch in Thailand entdeckt worden.
Der als Lampang Mann bekannt gewordene Fund (wegen der Entdeckung in der Lampang Provinz) ist auf ungefähr 1.000.000 bis 500.000 Jahre im Pleistozän-Zeitalter datiert worden. Die ersten Beweise von Menschen, die im heutigen Thailand lebten, wurden am Ban Chiang - nahe Udon Thani in Nordost-Thailand - entdeckt. Grabbeigaben, Kunstgegenstände, Bronzewerkzeuge und Töpferwaren belegen eine Gesellschaft, die Kenntnisse der Reiskultivierung gehabt hat und das Gebiet dauernd von 2100 bis 200 v. Chr. vom Neolithikum zur Eisenzeit besiedelt haben.

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Vorthailändische Königreiche

Vorthailändische Königreiche

Über Jahrhunderte bis zu den ersten Aufzeichnungen wurde Thailand erst von Mon- und Khmer- Stämmen und später von Tai-Stämmen, eine ethnische Gruppe, die vom südlichen China nach Vietnam und allmählich über Laos in das nördliche Thailand einwanderte, besiedelt.


Im ersten Jahrtausend waren die Tai-Stämme über Yunan, Vietnam, Laos, Thailand und Burma verteilt, mit unterschiedlichen Dialekten. In diesem von anderen Stämmen wenig besiedelten Gebieten im nördlichsten Südostasien, waren die Tai eingeschoben zwischen den Königreichen von Nan Zhao, Pyu und Angkor.


Im zweiten Jahrhundert n. Chr., breitete sich das Srivijaya Reich von Sumatra über die malaysische Halbinsel bis ins südliche Thailand aus. Nakhon Si Thammarat, Chiaya und Surat Thani wurden während dieser Periode gegründet, um den Handel über die Landenge von Kra zu erleichtern.


Um das sechste und neunte  Jahrhundert  wurden die fruchtbaren Hauptebenen durch eine als Dvaravati bekannte Mon-Zivilisation bewohnt. Verschieden von seinen benachbarten Königreichen von Chenla und Angkor blieb Dvaravati eine mysteriöse Zivilisation, die Städte umgeben von Erdwällen gründete. Lopburi war ein wichtiges religiöses Zentrum und Nakhon Pathom in der Nähe von Bangkok vermutlich die Hauptstadt. Viel ist das Dvaravati nicht bekannt, nur das sie gute interne und externe Handelswege etabliert hatten, die für die Entwicklung Thailands wichtig waren. Sie hinterließen einen Schatz an buddhistischen Kunstwerken, welche den Einfluß der indischen Kultur in dieser Region dokumentierte.


Vom 9. bis ins 11. Jahrhundert dehnten die Khmers von Angkor ihr Königreich um den größten Teil des heutigen Thailands aus, mit den wichtigen Provinzstädten Phimai, Lopburi und Nakhon Si Thammarat. Über die Jahrhunderte übernahmen die einheimische Bevölkerung  viele Aspekte der Khmer-Kultur. Sie wurden immer mehr Tai, als sie sich weiter gegen Süden ausbreiteten. Die Tempel  Phanom Rung, Phimai und Lopburi sind Zeugnisse dieser Periode der thailändischen Geschichte.


Trotz der Vorherrschaft  von Angkor, behauptete Lopburi seine Unabhängigkeit und wurde ein wichtiges Zentrum der aufkeimenden Syam-Kultur. Die Chinesen, die die  Abgesandten dieser Region als "Hsien" oder „Siam“ nannten (wie es anscheinend ausgesprochen wurde), dokumentierten eine Bitte von Lopburi zur Frage um die Unabhängigkeit von Angkor in 1001. Im nördlichen Thailand gründeten buddhistische Gelehrte von Lopburi einen Stadtstaat,  bekannt als Haripunjaya in Lamphun, im nördlichen Thailand um das 9. Jahrhundert (eine Mon-Enklave, die bis zum 13. Jahrhundert unabhängig blieb). Derweilen breiteten sich die Tai im Norden aus und gründeten ihre eigenen Stadt-Staaten, dokumentiert in Chiang Saen, wo eines der ersten starken thailändischen Königreiche, Lan Na, im 12. Jahrhundert gegründet wurde. Die Gründung der drei verbündeten  Königreiche Lan Na, Sukhothai und Phayao von ihren zeitgenössischen Führern, repräsentierte  den Anfang der thailändischen Geschichte, wie wir bereits wissen.

Sukhothai

Sukhothai

Als das kambodschanische Reich im 13. Jh. zerfiel und die Thais immer zahlreicher in das heutige Zentralthailand einwanderten, erkämpften sie sich im Jahre 1238 ihre Unabhängigkeit und gründeten ihr erstes Königreich Sukhothai (Morgendämmerung der Glückseligkeit). Unter König Ramkamhaeng (1280 - 1370) entwickelte sich das Reich zur vollen Blüte. Er war es auch, der die Kultur durch Kunst und Philosophie aus Indien, China und Kambodscha anreicherte und das auch heute noch existierende Alphabet erfand. Es entstand auch ein neuer Kunststil, der sogenannte Sukhothai-Stil. Die Zufriedenheit der Menschen in dieser Zeit spiegelt sich noch heute in den Gesichtern ihrer Buddhastatuen wieder. Die Sukhothaiperiode ging Mitte des 14. Jh. zu Ende, da sich die Machtverhältnisse weiter in Richtung Süden verlagerten.

Ayuddhaya

Ayuddhaya

Der Fürst von U-Thong gründete das Reich von Ayutthaya, das vier weitere Jahrhunderte die siamesische Geschichte bestimmen sollte. Hier regierten von 1350 - 1767 dreiunddreißig Könige, die die Stadt im 16. und 17. Jh. zum blühenden Zentrum Hinterindiens machten. Der europäische Einfluß war am größten unter König Narai (1657 - 88), der Diplomaten, Händler und Missionare aus aller Welt, besonders jedoch aus Europa, willkommen hieß. Unter seiner Regentschaft hatte Ayutthaya fast eine Million Einwohner und war damit größer als London zur damaligen Zeit. Zwischen dem 15. und 18. Jh. gab es zahlreiche Kriege mit burmesischen und kambodschanischen Truppen. Die einjährige Belagerung und totale Zerstörung Ayutthayas durch die Burmesen im Jahre 1767 hinterließ Ruinen, die noch heute die einstige Größe der Stadt erahnen lassen. Die inzwischen teilweise renovierten Tempelanlagen sind Stätten der Ruhe und Kontemplation mit beeindruckenden Zeugnissen buddhistischer Kultur aus vergangener Zeit.

Thonburi

Thonburi

Nach der Zerstörung Ayutthayas konnte General Taksin die verbleibenden siamesischen Truppen konzentrieren und die Burmesen vertreiben. Daraufhin wurde er zum König ernannt und gründete eine neue Hauptstadt 70 km südlich von Ayutthaya in Thonburi am Westufer des Chao Phraya gegenüber dem Zentrum des heutigen Bangkoks. Seine Überlegung, die neue Hauptstadt näher ans Meer zu legen, sollte den Außenhandel erleichtern und im Falle eines erneuten burmesichen Angriffs, die Verteidigung und die Beschaffung von Waffen erleichtern. Das Fehlen einer zentralen Autorität seit dem Fall von Ayutthaya führte zum raschen Zerfall des Reiches und Taksin verbrachte seine Regentschaft damit, das Land wieder zu vereinen.

Rattanakosin

Rattanakosin

Nach dem Tod von Taksin wurde General Chakri (Rama I) der erste König der Chakri-Dynastie der von 1782 bis 1809 herrschte. Als erste Handlung als König verlegte er die königliche Hauptstadt über den Fluss von Thon Buri nach Bangkok und baute den großartigen Königspalast aus den Ruinen von Ayutthaya.

Rama II (1809-1824) setzte die von seinem Vorgänger begonnenen Bauarbeiten fort. König Nang Klao, Rama III (1824-1851) nahm Beziehungen mit westlichen Nationen auf und gründete den Handel mit China.


König Mongkut, Rama IV, (1851-1868) wurde berühmt durch die Geschichte "Der König und ich". Die Herzen der Siamesen gewann er durch seine Verträge mit europäischen Ländern, die eine Kolonialisierung Siams verhinderte. Er modernisierte Siam durch viele soziale und wirtschaftliche Reformen. König Chulalongkorn, Rama V (1869-1910) setzte die Tradition seines Vaters der Reformen fort und schaffte die Sklaverei ab, führte die öffentliche Sozialfürsorge ein und reformierte das  Verwaltungssystem.


Bildungsreformen, einschließlich der Schulpflicht, wurden vom König Vajiravudh, Rama VI (1910-1925) eingeführt. Während der Regierung des Königs Prajadhipok, Rama VII (1925-1935), änderte sich Siam von einer absoluten Monarchie in eine konstitutionelle Monarchie. Der König dankte 1933 ab und seine Neffen folgte als König Ananda Mahidol Rama VIII (1935-1946) auf dem Thron. Der Name des Landes wurde von Siam in Thailand durch Betreiben der demokratischen Regierung 1939 geändert. Unser gegenwärtiger Monarch seit 1946, König Bhumibol Adulyadej, ist König Rama IX der Chakri-Dynastie.